






Drei Tage - drei Länder - drei Spiele und eine nicht einberechnete Verlängerung, in etwa so kann man die letzten Tage kurz beschreiben.
Die Zeit war reif, mal die ersten Ferientage im 2025 einzuziehen. Wie schon anfangs Januar hiess auch dieses Mal wieder der Zielflughafen Manchester. Dieses Mal sollte aber mit dem Flug alles klappen, im Vorfeld nur ein wenig eine kleine Nervosität, ob wir den Flug schaffen werden. 6.10 Uhr im Flughafenbahnhof angekommen, 6.35 Uhr sollte das Boarding beginnen, vorher noch durch die Sicherheitskontrolle, die Passkontrolle und zu unserem Leidwesen noch das Terminal wechseln. Gate D hätte es auch getan - aber nein der Flieger musste im E starten. Doch alles bestens, die Leute waren erst am Einsteigen und wir konnten auch gleich reinmarschieren, ohne langwierige Anstehzeiten. Air Baltic brachte uns dann gewohnt zuverlässig nach Manchester.
Weniger zuverlässig sollte es dann später mit dem Zug weitergehen, doch vorher standen im Pub die ersten Pints of Fosters bereit zum Trinken. Zusammen mit einem English Breakfast ein guter Start. Dabei sollten auch die Jasskarten in den verschiedenen Pubs nie fehlen. Haufenweise aufgelegte Matches und mal wieder ein Weis von 200. Doch der eigentliche Sinn der Reise war nicht beim Pubbesuch, sondern beim Fussball. Frischi sollte an diesem Weekend zum Länderpunkt Wales kommen. Ziel war am Freitag ein Ligaspiel in Wales und am Samstag das League One Spiel zwischen Wrexham und Leyton Orient. Durch das gute Abschneiden von Leyton im FA Cup wurde diese Partie verschoben, Leyton durfte am diesem Samstag Manchester City empfangen und wir mussten eine Alternative suchen.
Nach dem Pubbesuch in Manchester ging es mit dem Zug nach Chester. Soll anscheinend eine schöne Stadt sein, sagen diverse Quellen im Internet. Wir sahen den Bahnhof, überquerten die Strasse zum Hotel und nochmals über die Strasse ein Pub, können also nicht mit Bestimmtheit sagen, was dieses Chester so genau taugt. Das Hotel war definitiv gut gelegen, doch irgendwie wurden die Heizrechnungen nicht beglichen, anders lässt sich diese Kälte in den Zimmern nicht erklären.
Gegen Abend ging es mit dem Zug weiter über die Grenze nach Wales, genauer nach Flint. Dort stand am Abend ein Spiel der Cymru Premier League auf dem Programm: Flint Town United gegen Aberystwyth Town. Ziemlich schwierig diese Gastmannschaft auszusprechen, dieses Aberystwyth soll dann auch den Kürzeren ziehen. Flint gewann 2:0, wir kämpften eher gegen die Kälte, sodass wir zur Halbzeit beim Bier im Clubgebäude landeten und ehrlich gesagt auch bis zum Abpfiff dort blieben. Acht Britische Pfund kostete der Spass, Herbert brachte gar eine seiner alten Pfund Note los, welche sonst nirgendwo akzeptiert wurde. Nach dem Spiel brachte uns dann die Bahn wieder zurück nach England, das kalte Hotel wartete.
Am nächsten Morgen natürlich nochmals über die Strasse ins Pub, um danach wieder über die Strasse zu laufen um den Zug nach Preston zu nehmen. In Preston stand die Partie des FA Cups zwischen Preston North End gegen Wycombe Wanderers auf dem Programm. Ein Spiel zwischen einem Championship Team und einem Team aus der League One, kurz also zweite gegen dritte Liga aus England in einem Stadion, was für über 23'000 Fans Platz bietet. Auf der Gegentribüne konnten wir uns Tickets für 10 Pfund kaufen. Doch die Affiche war dann weniger berauschend. 90 Minuten Grottenkick fast ohne Torchancen, gibt folglich ein 0:0. Im Taxi in die Innenstadt meinte ich dann, dass wir wieder zurück in die Schweiz müssen, um besseren Fussball zu sehen. In der Nähe vom Bahnhof dann wieder den Karten und dem Bier gewidmet, ein Blick auf den Fussballticker. Was waren da für Banausen am Werke? Unser Spiel wurde nicht gestoppt, auf dem Ticker wurde was von Minute 107 angezeigt. Hmm, auf anderen Seiten im Internet ebenfalls. Gemäss Wikipedia kommt es ab dieser Saison im FA Cup nicht mehr zu Wiederholungsspielen bei einem Remis nach 90 Minuten, sondern zu einer Verlängerung mit allfälligem Elfmeterschiessen. Wir schauten uns nur dumm an, die Banausen waren wohl eher wir! Wir hatten das Stadion verlassen, dabei war das Spiel noch gar nicht fertig... Zum Trost, wir waren nicht die Einzigen und ein Tor blieb auch später Fehlanzeige. Die Heimmannschaft setzte sich dann im Elfmeterschiessen mit 4:2 durch.
Nach dieser Fussballlektion ging es dann für uns wieder zurück nach Manchester. In der Innenstadt stand natürlich wieder ein Pubbesuch an. Zu dieser Zeit war der Piccadilly Bahnhof Umschlagplatz. Wir verschoben uns in Richtung Flughafen in ein wärmeres Hotel im Vergleich zur Vornacht. Im Gegenzug kamen da etliche leicht bekleidete Engländerinnen an, welche sich in den Ausgang begaben.
Am frühen Sonntagmorgen stand unser Flug nach Zürich auf dem Programm. Air Baltic brachte uns wieder zuverlässig zum letzten Spiel in dieser Woche. FC Zürich gegen den FC St.Gallen hiess diesmal die Affiche und es sollte das beste Spiel unserer Reise werden. Erst schön in der Sonne die Wärme genossen und danach erst einiges an Frust ertragen. Wieso unsere Mannschaft auch immer so blöde von hinten herausspielen musste? Doch in Halbzeit zwei kam alles zum Guten. Hampi, oder gemäss Tagblatt Nase, machte seine ersten beiden Tore für den FCSG und wir konnten nach dem Lugano Spiel innert wenigen Tagen einen weiteren Dreier einfahren. St.Gallen gewann im Letzigrund mit 2:1.Müde und glücklich ging es danach nach Hause. Nebst der Müdigkeit waren wir auch reicher in englischer Fussballkunde



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