



In diesen Tagen liest man hier und dort von Jahresrückblicken. Dies und das ist im Jahr 2024 passiert. Ich habe mich in den letzten Tagen auch mal mit dem Jahr 2024 befasst und ein wenig auf das vergangene Fussballjahr zurückgeblickt.
Hätte mir jemand im Januar 2024 gesagt, dass ich soviel unterwegs sein werde, hätte ich das nie für möglich gehalten. Geplant war, dass wir an die EM nach Deutschland fahren werden und dort die drei Gruppenspiele der Schweiz besuchen werden, das Eröffnungsspiel in München, sowie den einen Halbfinal in Dortmund. Aus den drei Gruppenspielen der Schweiz sind zwei weitere Spiele geworden, mit etwas mehr Glück im Penaltyschiessen gegen England wäre der geplante Halbfinale in Dortmund ein weiteres Schweiz-Spiel geworden. Trotz der zwischenzeitlichen Enttäuschung kurz nach dem Spiel in Düsseldorf, sicherlich ein Highlight diese EM im Sommer. Speziell das Spiel in Berlin mit dem Sieg gegen Italien.
Bald darauf sollte der Europacup starten. Der Rückstand gegen Tobol Kostanay im Heimspiel: Nicht schon wieder! Da haben wir uns endlich mal wieder europäisch qualifiziert und dann klappt wieder nichts. Doch diese Gedanken waren sehr schnell weg. Es folgten sehr schöne Wochen und Monaten, welche den Donnerstag jeweils zum Wochenhighlight machen liessen. Die Europacupkampagne des FCSG und die EM in Deutschland waren sicherlich der Höhepunkt von meinem Fussballjahr 2024.
Im ganzen Jahr kam ich auf 104 Fussballspiele, so viele wie noch nie. "Futbology" sagt mir, dass ich in diesen Spielen 328 Tore gesehen habe oder eben hätte sehen sollen. Bierholen, Toilettengang oder irgendwelche Diskussionen mit den Leuten neben mir haben wir wohl doch das eine oder andere Tor vorenthalten. Das torreichste Spiel war übrigens nicht irgendwo in einer Millionenstadt in einem Riesenstadion, sondern direkt am Bodensee auf dem Sportplatz Hafenareal in Kreuzlingen. Der einheimische Fussballclub verlor das Testspiel gegen den FC St.Gallen mit 0 zu 9.
Im 2024 durfte ich in 13 verschiedenen Ländern Fussball schauen. Kasachstan war dabei Neuland für mich. Die Türkei, Belgien, England, Irland, Nordirland, Polen, Dänemark, Spanien, Österreich, Deutschland, Liechtenstein und die Schweiz waren sogenannte alte Hüte. Für die verschiedenen Reisen war ich logischerweise auf der Strasse, der Schiene und in der Luft unterwegs. Im ganzen Jahr kamen so 28 Flugsegmente zusammen. Dank den vielen Reisen konnte ich im Geschäft auch mal aufgestaute Ferien und Überzeiten verwerten, so dass das Ferienkonto per 31. Dezember bei Null liegen sollte.
Die angenehmste Reisevariante blieb auch im 2024 der Zug, sofern da nicht irgendwie das Bahnentwicklungsland Deutschland involviert war. So war ich 12'622 Kilometer mit der Eisenbahn unterwegs, was ein bisschen mehr als 55 Mal die Strecke zwischen St.Gallen und München darstellen sollte. Auch auf der Strasse gibt es einen eindrücklichen Vergleich. Die 6'723 Kilometer auf der Strasse entsprechen über 33 Mal die Strecke zwischen St.Gallen und Bern. Beim Zusammenrechnen dieser Kilometer habe ich jeweils die geschauten Spiele in St.Gallen, knapp ein Drittel der Spiele, mit 0 Kilometern berechnet. Dies gilt für die Spiele auf dem Krontal, Lerchenfeld, Espenmoos und Kybunpark.
Die grösste Distanz im 2024 waren jedoch die genannten 28 Flüge mit 32'755 Kilometern. Alle Fahrten und Flüge zusammen für den Fussball sollten sich im 2024 auf 52'100 Kilometer belaufen. Zum Vergleich: Die Entfernung zwischen dem Nord und Südpol beträgt 20'000 Kilometer. Der Umfang der Erde soll beim Äquator etwas über 40'000 Kilometer betragen.
Das Jahr 2025 wird definitiv ruhiger, das kann ich versprechen. Natürlich werde ich auch im neuen Jahr wieder versuchen alle FCSG-Spiele zu schauen und dann mal schauen, was die Zeit und das Bankkonto noch hergibt. Natürlich hoffe ich wieder auf möglichst viele freudige Erlebnisse. Die Frusterlebnisse dürfen mir gerne verwehrt bleiben oder wer geht schon nach einem Cup-Out gegen Bellinzona am nächsten Morgen gerne arbeiten?
Ach ja: Zum ganzen Bierverzehr während diesen Reisen und Spielen gibt es keine Statistik. Diese Statistik wäre auch nicht ganz aussagekräftig, da es nicht in allen Ländern hopfige Erlebnisse in den Stadien zu geniessen gibt.


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