Cercle Brügge - FCSG

Veröffentlicht am 29. Dezember 2024 um 17:19

Nach den intensiven und schönen FCSG-Tagen im Sommer stand doch tatsächlich mal einen ganzen Monat kein internationales Spiel auf dem Programm. Den ganzen September nie in einem Flugzeug gesessen, im 2024 eine Besonderheit und mal einen ganzen Monat durchgearbeitet ohne irgendwelche Freitage.

Doch nach so einem arbeitsintensiven Monat soll es wieder auf Reisen gehen. Mittlerweile sind gerade etwa sechs Jahre vergangen, als ich das letzte Mal in Belgien war. Brügge hatte ich als sehr schöne Stadt in Erinnerung, ganz im Gegenteil zu Brüssel mit all den komischen und kriminellen Menschen. Entsprechend wurde auch der Reiseplan gewählt. Brüssel anfliegen und auf dem direktesten Weg in Richtung Norden nach Brügge. Der Zug vom Flughafen Brüssel in Richtung Brügge glich dann auch schon an einen St.Galler Extrazug mit vielen bekannten Gesichtern und viel Bier. In der Innenstadt von Brügge das gleiche Bild. Überall bekannte Gesichter und überall Bier. Doch aus der letzten Belgien Reise gelernt: Augen auf bei der Bierwahl in diesem Land. Ein Blick auf den Alkoholgehalt könnte am nächsten Tag zu Gute kommen. So sollte es dann auch kommen. Einige hatten am Donnerstag nicht mehr wirklich Lust Bier zu trinken und dies in der bekannten Bierstadt Brügge. Die verschiedenen Beizen in der Altstadt von Brügge sind mit einer 3,2 Kilometer langen, unterirdischen Pipeline direkt mit der Brauerei verbunden. Da wir aber lieber das Pils tranken, welches nicht über diese Pipeline geliefert wird, brachten wir es am Donnerstag trotzdem zu Stande auf dem Grote Markt mal das Wort Sold Out zu hören. Im Übrigen kommt die Französische Sprache gar nicht gut an in Brügge, da wird mit uns lieber Englisch oder Deutsch gesprochen. Wobei das Flämische auch seinen Reiz hat, da hat man hin und wieder das Gefühl ein besoffener Walliser spreche mit uns, hin und wieder sehr ähnlich beim Schweizer Deutsch. 
Gegen Abend versammelten sich immer mehr St.Galler auf dem Grote Markt, wie schon in Polen mit allen möglichen Reisemittel und diesmal auch aus allen möglichen Himmelsrichtungen. Ob mit Auto, Zug, Car, Charterflug oder Linienflug - es war eine beachtliche Anzahl, welche sich nach dem Treffen auf dem Markt in Richtung Abfahrtsort der Busse in Bewegung setzte. Der Buskonvoi musste sich dreimal von der Innenstadt zum Stadion verschieben, bis alle St.Galler beim Stadion waren. Dabei waren die meisten positiv gestimmt, dass es am Abend zu den drei Punkten reichen würde. Cercle dümpelt am Tabellenende und wir sind in Form. Doch leider sollte es anders kommen. Die 6 zu 2 Niederlage war dann doch sehr brutal. Zudem kam die Ungewissheit, wie es europäisch mit den Auswärtsspielen weitergehen würde. Durch das viele Feuerwerk schaffte es der FCSG auch auf diese ominöse UEFA Sanktionsliste, dass es bei einer Wiederholung zum Auswärtsverbot kommen könnte.

Nach der Enttäuschung machten wir uns am Freitag ziemlich schnell aus dem Staub. Brügge kannten wir, wollten mal was Neues sehen . Antwerpen war dann auch sehr schön, wiederum mit einem schönen Grote Markt. Am Freitagabend zogen wir uns in der Nähe das Erstligaspiel zwischen KVC Westerlo und K Beerschot VA rein. Irgendwo zwischen Dörfern stand da im Nirgendwo einfach mal ein Fussballstadion. Das Spiel endete 2 zu 2, wobei eigentlich nur das Heimteam spielte und gefühlt 80 Prozent Ballbesitz hatte. Am nächsten Tag sollte dann ein belgischer Traditionsverein auf unserem Programm stehen, der KV Mechelen. Seines Zeichen 1988 Sieger des Europapokal der Pokalsieger und in den 80er und 90er Jahren mit zahlreichen Fussballgrössen gespickt, wie Erwin Koeman oder Michel Preud'homme. Das Spiel zwischen Mechelen und Oud-Heverlee Leuven endete  5 zu 0 für das Heimteam. Wir sahen also in den drei Spielen in Belgien 17 Tore, wobei ich da lieber weniger gesehen hätte oder immerhin besser verteilte Tore. Bei allen drei Spielen ging es übrigens leider nur ins Stadion mit der Angabe vom Namen.

03.10.2024

Cercle Brügge FC – FC St. Gallen 1879 6:2 (3:0)

Jan Breydel-Stadion – 5395 Zuschauer – SR Arda Kardesler/TUR (VAR Erkan Engin/TUR).

Tore: 3. Minda (Denkey) 1:0, 25. Denkey (Van der Bruggen) 2:0, 43 Denkey (Minda) 3:0, 54. Denkey (Pen.) 4:0, 58. Csoboth (Witzig) 4:1, 63. Magnée (De Wilde) 5:1, 68. Magnée (Denkey) 6:1, 81. Mambimbi (Csoboth) 6:2.

Brügge: Warleson (32. Delanghe); Diakité, Ravych, Miangue; Magnée, Francis, Van der Bruggen, Flavio Nazinho (61. De Wilde); Minda (61. Olaigbe), Somers (Cap., 74. Brunner), Denkey (74. Felipe Augusto).
St.Gallen: Zigi; Faber, Diaby, Vallci, Okoroji (46. Yannick); Görtler (Cap.), Quintillà (61. Stavanovic), Witzig; Toma (46. Csoboth); Geubbels (76. Milosevic), Akolo (61. Mambimbi).

Verwarnungen: 21. Görtler (Foul), 24. Flavio Nazinho (Foul), 70. Denkey (Foul).

Bemerkungen: St.Gallen mit Watkowiak, Dumrath, Stanic, Ambrosius, Cisse, Yannick, Mambimbi, Vandermersch, Konietzke, Stevanovic, Csoboth, Milosevic (Ersatzbank) und ohne Nuhu, Fazliji (beide verletzt), Karlen, Ruiz (beide nicht im Aufgebot).

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